Die Apotheke ist in Frankreich eine starke Kundenkategorie und eine rechtlich enge. Ein Teil dessen, was eine Apotheke verkauft, steht unter gesetzlichem Monopol, Arzneimittelwerbung ist national reguliert, und seit 2023 verbietet das Influence-Gesetz Creatorn ausdrücklich, mehrere Kategorien rund um Gesundheit und Aussehen zu bewerben. Eine Marke, die hier leichtfertig briefft, schafft sich und den Creatorn ein Problem.

Was das Gesetz von 2023 geändert hat

Das französische Influence-Gesetz hat bestimmte Bewerbungen durch Creator zur Straftat gemacht statt zur schlechten Praxis. In und um diese Kategorie zählen dazu Schönheitschirurgie und ästhetische Eingriffe, bestimmte Medizinprodukte und alles, was ohne Zulassung als therapeutische Aussage auftritt. Die Sanktionen treffen die Creator und die Marke, die den Inhalt beauftragt hat.

Die praktische Regel für ein Marketingteam: Berührt ein Produkt die Gesundheit, frag deine Rechtsabteilung vor dem Schreiben des Briefings, was gesagt werden darf, nicht nach Erhalt des Videos.

Was weiterhin funktioniert, und gut funktioniert

Dermokosmetik, Hygiene, Sonnenschutz, Babypflege, Mundpflege, Nahrungsergänzung im Rahmen ihrer eigenen Regeln, und die Apotheke als Ort der Beratung. Das ist ein großer Markt, und genau dort schlagen Creator-Inhalte Studioinhalte.

Die Formate, die konvertieren:

Die Routine

Drei oder vier Produkte der Reihe nach, mit dem Grund für jeden Schritt.

Die Textur in Großaufnahme

Auftragen, Einziehen, ob ein weißer Film bleibt. Das kann die Produktseite nicht zeigen.

Die Frage an die Apotheke

Keine Creator, die eine Fachperson spielen, sondern Creator, die eine befragen, im Einvernehmen mit der Apotheke.

Das saisonale Briefing

Sonne vor dem Sommer, Trockenheit im Winter, Allergien im Frühjahr. Briefings gehen vier bis sechs Wochen vorher raus.

Die Linien, die Creator nicht überschreiten

Kein weißer Kittel, kein angedeuteter Fachstatus, keine Diagnose des Publikums. Keine Aussage, dass ein Kosmetikum behandelt, kuriert oder heilt. Kein Vorher-Nachher, das ein medizinisches Ergebnis verspricht. Jede Aussage, die die Marke will, kommt schriftlich, im exakten Wortlaut, von der Marke.

Die Zusammenarbeit muss klar gekennzeichnet sein. In Frankreich ist das keine Plattformkonvention, sondern eine gesetzliche Pflicht, und das Influence-Gesetz hat sie verstärkt.

Praktische Hinweise für die Marke

Schick mit dem Briefing den freigegebenen Wortlaut, die Liste verbotener Wörter und die Pflichthinweise. Verlang eine Fassung ganz ohne Aussage, damit das Video an mehr Orten laufen kann. Vereinbar Nutzungsrechte nach Umfang und Dauer, denn Dermokosmetikinhalte laufen monatelang in bezahlten Medien. Und halt die Ergebnisse ehrlich: Ein übertriebenes Vorher-Nachher schadet einer Apothekenmarke weit mehr als ein bescheidenes.

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