Die Nachfrage nach spanischsprachigem UGC wächst, getrieben von iberischen Ecommerce-Marken und internationalen Marken, die in den spanischen Markt eintreten. Hier steht, wie er funktioniert, was du zum Abrechnen brauchst und welche Honorare real sind.
Warum die Nachfrage wächst
Drei Faktoren. Spanische Onlineshops haben ihre Werbebudgets auf Meta und TikTok erhöht und verbrauchen monatlich neue Kreation. Agenturen in Madrid und Barcelona kaufen für ihre Kunden und finden zu wenige strukturierte Creator. Und internationale Marken, die in Spanien verkaufen wollen, brauchen Videos auf Spanisch aus Spanien, nicht auf lateinamerikanischem Spanisch: Akzent und Wortwahl fallen sofort auf.
Genau dieser letzte Punkt ist der Wettbewerbsvorteil in Spanien ansässiger Creator gegenüber dem oft günstigeren lateinamerikanischen Angebot.
Wer bucht
- Onlineshops und DTC-Marken: Kosmetik, Nahrungsergänzung, Mode, Haushalt, Tierbedarf.
- Agenturen aus Madrid und Barcelona, die in Paketen einkaufen.
- Apps und Startups, für Demo-Videos.
- Internationale Marken, die in Euro zahlen und muttersprachliche Creator suchen.
Die realen Honorare
| Leistung | Spanne |
|---|---|
| Einfaches Testimonial, Einsteiger | 60 bis 130 Euro |
| Testimonial, Creator mit Portfolio | 130 bis 220 Euro |
| Unboxing oder Demo | 80 bis 180 Euro |
| Geskriptetes Format | 180 bis 320 Euro |
| Paket mit drei Videos | 250 bis 500 Euro |
Werberechte werden separat berechnet, mit 30 bis 130 Euro pro Video und Plattform.
Der Status zum Abrechnen
In Spanien meldet man sich als autónomo an, um Rechnungen auszustellen. Das sind drei Schritte, plus eine praktische Folge, die direkt den Preis betrifft.
Bei Hacienda anmelden
Die Anmeldung läuft über das Formular 036 oder 037 bei der spanischen Steuerbehörde, mit Angabe einer Tätigkeit für Werbung oder Inhalteproduktion. Erst danach darfst du Rechnungen ausstellen, und ohne Rechnung bestellen größere Marken nicht.
Dem RETA beitreten
Das RETA ist das Sozialversicherungsregime für Selbstständige. Der Monatsbeitrag richtet sich nach den tatsächlichen Einkünften, und für neu Angemeldete gilt in der Anfangszeit ein ermäßigter Satz.
Mit IVA fakturieren
Die spanische Mehrwertsteuer fällt in der Regel zum Normalsatz an, mit vierteljährlichen Meldungen. Dazu kommt die Quellensteuer, die der Kunde von deinem Honorar einbehält und selbst abführt.
Damit rechnen, dass die Rechnung nicht der Eingang ist
Zwischen abzuführender Mehrwertsteuer und der vom Kunden einbehaltenen Quellensteuer unterscheidet sich der Zahlungseingang vom Rechnungsbetrag, und das gehört in die Preiskalkulation.
Wenn du in Deutschland sitzt und für spanische Marken arbeitest, brauchst du keinen spanischen Status: Du rechnest über deine eigene steuerliche Registrierung nach den Regeln für innergemeinschaftliche Dienstleistungen ab.
Das ist eine allgemeine Information, keine Steuer- oder Rechtsberatung. Ein gestor, das spanische Gegenstück zum Steuerberater, kostet rund 30 bis 60 Euro im Monat und übernimmt Anmeldung und Meldungen. Das rechnet sich ab dem ersten Auftrag.
Was du sprachlich mitbringst
Spanisch aus Spanien, natürlich, ohne wörtliche Übersetzung. Das ist das Hauptauswahlkriterium für Marken mit iberischem Fokus. Wenn dein Spanisch lateinamerikanisch ist, ziel lieber auf die entsprechenden Märkte, wo es ein Vorteil statt einer Grenze ist.
Wie du anfängst
- Dreh drei oder vier Mustervideos auf Spanisch mit eigenen Produkten.
- Melde dich als autónomo an, wenn du in Spanien lebst, oder nutze deine eigene steuerliche Registrierung.
- Leg ein Profil an, das Sprache und Nischen nennt.
- Setz realistische Pakete an und berechne Werberechte separat.
- Erhöhe die Preise, sobald Bewertungen kommen.
Auf UGC MATCH ist das Profil kostenlos, die Zahlung der Marke wird bei der Bestellung reserviert und nach freigegebener Lieferung ausgezahlt, und du behältst 90% des Preises.
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Häufige Fragen
Muss man in Spanien leben?
Nein, es zählt die Sprache. Aber Spanisch aus Spanien ist für iberische Marken entscheidend.
Wie viel verdient man?
60 bis 220 Euro pro Video je nach Erfahrung und Format, Rechte separat.
Braucht man den autónomo-Status?
Für die Abrechnung an spanische Kunden ja, wenn du in Spanien lebst. Aus dem Ausland rechnest du über deine eigene Registrierung ab.
Warum entspricht die Rechnung nicht dem Zahlungseingang?
Wegen abzuführender Mehrwertsteuer und der Quellensteuer des Kunden. Das gehört in den Preis.
Quellen
- Agencia Tributaria, Spanish tax authority
- Spanish Social Security, self-employed registration (RETA)
Geprüft am 26. August 2026. Grenzen und Sätze ändern sich: Weichen dieser Leitfaden und die offizielle Quelle voneinander ab, gilt die offizielle Quelle.



