Made in France verkauft im Ausland, aber selten mit demselben Satz wie auf dem Heimatmarkt. Eine Marke, die ihre Inhalte unverändert exportiert, bekommt meist gute Aufrufzahlen und schlechte Verkaufszahlen.
Was reist und was nicht
Reist gut: Handwerk, Material, Herstellung, Ort. Werkstattaufnahmen funktionieren überall.
Reist schlecht: Humor, kulturelle Anspielungen, Preisvergleiche, lokale Persönlichkeiten, und alles, was einen französischen Rechtsrahmen voraussetzt.
Reist gar nicht: französische Pflichtangaben und Aussagen, die hier erlaubt und anderswo verboten sind, besonders bei Lebensmitteln, Kosmetik und Nahrungsergänzung.
Die sparsame Methode
Dreh einmal mit mehreren Märkten im Kopf: eine Fassung mit Stimme, eine ohne Stimme, eine mit eingebrannten Untertiteln, und genug Zwischenmaterial, um vor Ort neu zu schneiden.
Ergänz dann in jedem Schwerpunktmarkt einen lokalen Creator. Das ist keine Doppelung, es ist das, was die Botschaft glaubwürdig macht: Deutsche oder amerikanische Kundschaft erkennt eine importierte Anzeige sofort.
Der Sonderfall Herkunft
Made in France zu sagen ist ein Argument, aber auch eine Aussage. Sie muss zutreffen, und ihre Formulierung folgt Regeln. Gib dem Creator den genauen Satz, den du verwenden darfst, auch in der Zielsprache.
Die Rechte, ab dem ersten Vertrag geplant
Gebiet: Wer exportiert, kommt mit Frankreich allein nicht aus.
Laufzeit: Internationale Kampagnen leben länger.
Medium: Marktplatzeintrag, bezahlte Werbung, Messe, Katalog.
Rechte nachträglich zu kaufen kostet mehr, als am ersten Tag den richtigen Umfang zu nehmen.



