Die ersten Kunden sind die schwersten und zugleich die schnellsten, wenn du weißt, wen du anschreibst. In Frankreich gibt es eine konkrete Abkürzung: Marken, die schon Anzeigen auf Meta und TikTok kaufen, denn sie verbrauchen jede Woche Material.

Wen du zuerst anschreibst

Digital geborene Marken und Onlinehandel

Kosmetik, Nahrungsergänzung, Mode, Accessoires, Lebensmittel. Sie verbrennen durchgehend Material und entscheiden schnell.

Social- und Performance-Agenturen

Keine Endkundschaft, aber eine einzige Agentur kann dir jeden Monat Arbeit bringen.

Lokale Betriebe und Filialsysteme

Restaurants, Fitnessstudios, Kosmetikstudios, Autohäuser. Kleineres Budget, sofortige Entscheidung.

Apps und Dienste

Fintech, Versicherung, Bildung, Mobilität. Sie suchen glaubwürdige Gesichter, um ein immaterielles Produkt zu erklären.

Ausländische Marken mit Ziel Frankreich

Sie brauchen muttersprachliches Französisch und lokale Bezüge, die nur du hast.

Was du brauchst, bevor du schreibst

Sechs gedrehte Stücke. Sie müssen nicht für Kundschaft entstanden sein: Produkte, die du ohnehin benutzt, reichen. Ohne sie bricht jede Nachricht bei der ersten Rückfrage zusammen.

Dazu ein vorab festgelegter Preis. Wenn gefragt wird, was du nimmst, und du antwortest "kommt darauf an", ist das Gespräch verloren.

Die Nachricht, die funktioniert

Kurz, konkret und ohne Schmeichelei. Vier Zeilen:

  1. Was du von ihrem Produkt benutzt und seit wann.
  2. Was dir an ihrer Kommunikation aufgefallen ist: zum Beispiel, dass sie seit drei Monaten dasselbe Motiv ausspielen.
  3. Was du genau vorschlägst: drei Videos, Formate, Liefertermin.
  4. Preis und Verfügbarkeit.

Dazu zwei Beispiele im Anhang oder ein Link. Nie eine Nachricht ohne Beispiele.

Das französische Argument, das den Unterschied macht

Sag in der ersten Nachricht, dass du angemeldet bist und Rechnungen stellst. In einem so reifen Markt wie Frankreich setzt dich dieses eine Detail über die Hälfte der Creator, die am selben Tag schreiben, denn die Marke weiß, dass sie die Ausgabe korrekt verbuchen kann.

Wie viele Nachrichten nötig sind

Zwanzig bis vierzig gut gemachte Nachrichten bis zum ersten bezahlten Auftrag. Das ist kein Scheitern: Das ist die normale Quote.

Was scheitert, ist, hundert identische Nachrichten zu kopieren. Zehn persönliche Nachrichten schlagen hundert allgemeine.

Das Angebot, das das erste Ja bringt

Bei zögernder neuer Kundschaft funktioniert ein kleines Probepaket: zwei Videos zum Festpreis, geliefert in fünf Tagen. Es senkt ihr Risiko und lässt dich zeigen, was du kannst.

Was sich nicht lohnt, ist Gratisarbeit. Produkt im Tausch nur, wenn das Produkt deine Zeit wert ist und nicht in bezahlte Medien geht.

Und parallel dazu: auffindbar werden

Aktive Akquise braucht Zeit. In der Zwischenzeit sorgt ein Profil auf einem UGC-Marktplatz mit deiner Nische, deinen Sprachen und deinen Honoraren dafür, dass Marken dich finden, die du selbst nie angeschrieben hättest.

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