Ein klares Paket verkauft besser als ein Einzelpreis, weil es dem Kunden die Entscheidungsarbeit abnimmt. Hier ist der Aufbau eines funktionierenden UGC-Pakets, Beispiele für Einstiegspreise, die Zusatzoptionen, die den Wert heben, und der richtige Moment für eine Erhöhung.
Warum Pakete besser verkaufen
Wer "Video ab 120 Euro" sieht, muss noch herausfinden, was enthalten ist, wie lang es ist und wie viele Korrekturen dabei sind. Wer "3 Videos à 30 Sekunden, Lieferung in 7 Tagen, 1 Korrektur inklusive, 320 Euro" sieht, kann sofort entscheiden. Klarheit senkt Rückfragen und hebt die Conversion des Profils.
Der Aufbau eines Pakets
Fünf Elemente, keines optional:
- Ein beschreibender Name. "Testimonial 30 Sekunden" schlägt "Silber-Paket".
- Was genau enthalten ist. Anzahl Videos, Länge, Format, Untertitel ja oder nein.
- Die Lieferzeit. Realistisch, nicht optimistisch: Überziehen kostet mehr, als zwei Tage mehr anzugeben.
- Die Anzahl inbegriffener Korrekturen. Eine oder zwei. Das anzugeben verhindert endlose Runden.
- Der Preis, offen. Kein "Preis auf Anfrage": die Hauptursache verlorener Aufträge.
Ein Einstiegsraster
An eigenes Niveau und Nische anzupassen:
| Paket | Inhalt | Richtpreis |
|---|---|---|
| Einzelnes Testimonial | 1 Video 30s, 1 Korrektur, 5 Tage | 80 bis 150 Euro |
| Dreierpaket Blickwinkel | 3 Videos 30s, verschiedene Winkel, 7 Tage | 210 bis 400 Euro |
| Ads-Paket | 3 Videos + je 2 alternative Aufhänger, 10 Tage | 300 bis 550 Euro |
| UGC-Fotos | 10 Produktfotos, 5 Tage | 60 bis 150 Euro |
| Ohne Gesicht | 1 Video Hände und Produkt, 5 Tage | 60 bis 150 Euro |
Die Zusatzoptionen, die den Wert heben
Der einfachste Hebel für einen höheren Durchschnittsauftrag, ohne den Grundpreis anzufassen:
- Werberechte (eine Plattform, 12 Monate): 30 bis 150 Euro pro Video.
- Alternative Aufhänger: 15 bis 40 Euro je zusätzlichem Aufhänger zum selben Dreh.
- Eillieferung in 48 Stunden: 30 bis 50% Aufschlag.
- Fassungen in anderen Längen (15 und 45 Sekunden zusätzlich zu 30): 20 bis 50 Euro.
- Zweite Sprache, wenn du mehrere sprichst: oft 70% des Videopreises, weil der Ton neu aufgenommen wird.
Wann du die Preise erhöhst
Drei Signale zeigen den Moment:
- Du bekommst mehr Aufträge, als du liefern kannst. Der Preis ist zu niedrig.
- Du hast positive Bewertungen gesammelt. Die soziale Bestätigung trägt die Erhöhung.
- Deine Lieferqualität ist gestiegen, mit aufwendigeren Formaten.
Wie du es machst: 10 bis 20% alle drei bis vier Monate, angewandt auf Neukunden. Stammkunden kündigst du die Erhöhung einen Monat vorher an und bietest den alten Preis für eine letzte Bestellung. Das geht fast immer durch.
Der häufigste Fehler
Ein einziges sehr günstiges Paket in der Hoffnung auf Volumen. Das Ergebnis ist hohe Auslastung ohne Marge und Kunden, die zum vollen Preis nicht wiederkommen. Besser drei Pakete mit steigenden Preisen, die dem Kunden die Wahl der Stufe lassen.
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Häufige Fragen
Wie viele Pakete anbieten?
Drei oder vier. Darüber verliert sich der Kunde und verschiebt die Entscheidung.
Preis öffentlich angeben?
Ja. Ein Profil mit sichtbaren Preisen bekommt deutlich mehr Aufträge als eines mit Angebotsanfrage.
Wie viele Korrekturen einschließen?
Eine oder zwei, ausdrücklich im Paket genannt.
Kann man individuelle Angebote machen?
Ja, für Anfragen außerhalb der Pakete. Die Standardpakete sollten trotzdem existieren.



