Braucht man für UGC wirklich eine Nische? Pflicht ist es nicht, aber es hilft: Ein fokussiertes Profil bekommt bei gleichem Portfolio mehr Aufträge als ein generalistisches. Hier steht, wie du wählst, ohne dir Türen zu verbauen.
Warum eine Nische die Auftragszahl hebt
Drei Mechanismen:
- Die Suche. Marken filtern nach Kategorie. Ein Profil, das "Beauty und Skincare" nennt, taucht in passenden Suchen auf, ein Profil "UGC-Videos" nicht.
- Die Glaubwürdigkeit. Drei Skincare-Videos überzeugen eine Skincare-Marke mehr als zehn verstreute aus sechs Kategorien.
- Das Produktionstempo. Wer immer in derselben Kategorie dreht, kennt Einstellungen, Einwände und Vokabular. Du lieferst schneller und besser.
Die Nischen mit starker Nachfrage
Nach Anfragevolumen sortiert:
- Beauty und Hautpflege. Die größte, lukrativste und zugleich umkämpfteste.
- Mode und Accessoires. Hohes Volumen, braucht aber mehr Vorbereitung (Styling, Licht, Bewegung).
- Food und Getränke. Konstante Nachfrage, logistische Vorgaben (Versand, Frische).
- Fitness und Supplements. Gute Nachfrage, Achtung bei regulierten Aussagen.
- Haushalt und Deko. Wachsend, oft ohne Gesicht, weniger Konkurrenz.
- Technik und Gadgets. Dauerhafte Nachfrage, erfordert einfaches Erklären.
- Tierbedarf. Emotionale Nische, gute Ergebnisse, braucht ein verfügbares Tier.
- Apps und Software. Weniger Konkurrenz, erfordert Demonstrationsfähigkeit.
Wie du deine wählst
Drei Kriterien, in dieser Reihenfolge:
1. Der Zugang zu Produkten
Kannst du Mustervideos drehen, ohne zu kaufen? Wenn du bereits eine komplette Pflegeroutine hast, liegt Beauty nahe. Wenn du einen Hund hast, ist Tierbedarf greifbar.
2. Das echte Interesse
Du wirst Dutzende Videos zu diesem Thema drehen. Langweilt dich das Thema, hört man es, und Authentizität ist alles, was die Marke kauft.
3. Der Markt
Sehr umkämpfte Nischen (Beauty) haben mehr Nachfrage, aber auch mehr Angebot. Weniger besetzte Nischen (Haushalt, Apps, Tiere) haben weniger Anfragen, aber weniger Konkurrenz, was sie für Einsteiger oft lukrativer macht.
Wie eng du fokussierst
Nicht zu eng. "Beauty" funktioniert, "Hautpflege für empfindliche Haut ab vierzig" ist für den Start zu schmal. Faustregel: eine Hauptnische und eine zweite. Das deckt genug Nachfrage ab, ohne die Botschaft zu verwässern.
Funktionierende Kombinationen: Beauty + Wellness, Mode + Lifestyle, Food + Haushalt, Technik + Apps, Tiere + Haushalt.
Wie du sie zeigst
- In der Profilbeschreibung, erste Zeile: "UGC-Creator, Beauty und Wellness, auf Deutsch und Englisch".
- Im Portfolio mindestens zwei von drei Videos aus der Hauptnische.
- In den Paketen das Vokabular der Kategorie nutzen ("Routine in drei Schritten", "Haltbarkeitstest").
Wann du wechselst
Wenn nach drei Monaten kaum Anfragen kommen, wechsle die Nische, bevor du die Preise senkst. Oft ist nicht das Honorar das Problem, sondern dass das Profil niemanden konkret anspricht.
Zur allgemeinen Methode lies UGC-Creator werden.
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Häufige Fragen
Ist eine Nische Pflicht?
Nein, aber ein fokussiertes Profil bekommt bei gleicher Qualität mehr Aufträge.
Kann man mehrere Nischen abdecken?
Ja, höchstens zwei, damit es lesbar bleibt.
Welche Nische bringt am meisten?
Beauty im Volumen, aber die Konkurrenz ist hoch. Haushalt, Tiere und Apps sind am Anfang oft lukrativer.
Kann man die Nische wechseln?
Ja, zwei oder drei neue Mustervideos in der neuen Kategorie und ein aktualisiertes Profil reichen.



