Für UGC gibt es drei Wege: eine Agentur, einen Marktplatz oder einen selbst gesuchten Freelancer. Sie kosten nicht dasselbe, brauchen nicht dieselbe Zeit und bieten nicht dieselben Garantien. Hier der ehrliche Vergleich entlang von fünf Kriterien und wer für was passt.

Der Vergleich in Kürze

KriteriumAgenturMarktplatzFreelancer
Kosten pro VideoHoch (Aufschlag)MittelSchwankend, oft niedrig
StartzeitLangsamSchnellLangsam
SteuerungVollständigSelbst, aber strukturiertVollständig bei dir
ZahlungsschutzVertraglichEingebautZu verhandeln
MindestvolumenOft vorgegebenKeinesKeines

Die Agentur

Wie es läuft

Du übergibst Briefing und Budget, die Agentur wählt Creator aus und steuert Briefing, Korrekturen und Lieferung.

Vorteile

Du steuerst nichts selbst, die Auswahl ist gefiltert, die Qualität ist bei großen Kampagnen planbarer.

Nachteile

Der Aufschlag ist erheblich und verdoppelt die Kosten pro Video gegenüber der Direktbestellung oft. Viele Agenturen verlangen ein Mindestvolumen oder eine Monatsbindung, was zu einem ersten Test schlecht passt. Und der direkte Draht zum Creator fehlt, also auch die Möglichkeit, schnell bei dem nachzubestellen, der geliefert hat.

Für wen

Marken ohne interne Ressourcen, mit solidem Budget, die die ganze Kampagne abgeben wollen.

Der Marktplatz

Wie es läuft

Du durchsuchst Profile, vergleichst veröffentlichte Pakete und Preise, bestellst in wenigen Klicks, der Creator liefert, du gibst frei, die Zahlung wird ausgelöst.

Vorteile

Preise sichtbar vor dem Kontakt, sofortiger Start, kein Mindestvolumen, Zahlung abgesichert bis zur Freigabe und direkter Draht zum Creator für Folgeaufträge.

Nachteile

Das Briefing schreibst du, die Auswahl triffst du. Es braucht ein Minimum an Methode, das nach der ersten Bestellung sitzt.

Für wen

Marken, die wissen, was sie wollen, Onlineshops mit Volumen und alle, die testen wollen, ohne sich zu binden.

Der selbst gesuchte Freelancer

Wie es läuft

Du suchst auf Social Media, schreibst per Direktnachricht an, verhandelst und einigst dich auf die Zahlung.

Vorteile

Keine Vermittlungsprovision, teils sehr niedrige Preise.

Nachteile

Langsam, und das Risiko liegt komplett bei dir. Kein Zahlungsschutz, kein Korrektursystem, kein Rückgriff, wenn die Lieferung ausbleibt oder unbrauchbar ist. Dazu kommt die Zeit fürs Sichten, die selten in die Kosten gerechnet wird.

Für wen

Wer Zeit, Erfahrung und ein bestehendes Netzwerk hat.

Wie du in einer Frage entscheidest

Frag dich, was dir fehlt: Zeit oder Budget.

  • Zeit fehlt, Budget da: Agentur.
  • Etwas Zeit da und Kostenkontrolle gewünscht: Marktplatz.
  • Viel Zeit, kein Budget: Freelancer per Hand, mit dem Risiko.

Ein Detail, das alles entscheidet: der Zahlungsschutz

Welchen Weg du auch wählst, der kritische Punkt bleibt derselbe: Wer trägt das Risiko, wenn das Video nicht kommt oder unbrauchbar ist. Ein seriöser Marktplatz reserviert die Zahlung bei der Bestellung und gibt sie erst nach der Freigabe frei. Eine Direktabsprache ohne Anzahlung legt das Risiko komplett auf eine der beiden Seiten.

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Häufige Fragen

Produziert eine Agentur bessere Videos?

Nicht zwangsläufig. Oft bucht sie dieselben Creator und legt Steuerung und Aufschlag obendrauf.

Ist ein Marktplatz teurer als ein direkter Freelancer?

Mit Provision leicht ja, dafür sind Zahlungsschutz und Bestellstruktur enthalten.

Kann man den Weg wechseln?

Ja. Viele Marken starten auf einem Marktplatz und gehen erst zur Agentur, wenn das Volumen explodiert.

Was ist der schnellste Weg zum ersten Video?

Der Marktplatz: sichtbare Preise, sofortige Bestellung, keine Vorverhandlung.