Die erste Frage von allen, die mit UGC anfangen wollen, lautet fast immer: Welche Ausrüstung brauche ich? Die kurze Antwort ist, dass dein Handy für das erste Video reicht, und für die ersten zwanzig auch. Marken kaufen keine Objektivqualität, sie kaufen ein Video, das echt wirkt und bis zum Ende angesehen wird. Hier ist, worauf es wirklich ankommt, nach Wichtigkeit sortiert, plus drei Sets für 0, 50 und 150 Euro.

Die vier einzigen Dinge, die zählen

1. Das Licht

Faktor Nummer eins, vor allem anderen. Ein aktuelles Handy vor einem Fenster liefert ein besseres Bild als eine teure Kamera in einem dunklen Raum. Faustregel: Stell dich zum Fenster hin, nie mit dem Rücken davor, und dreh zwischen 10 und 16 Uhr.

2. Der Ton

Der zweite Faktor und die häufigste Ursache dafür, dass Leute wegklicken. Ein mittelmäßiges Bild mit sauberem Ton geht durch; ein wunderschönes Bild mit Hall und Straßenlärm nicht. Dreh in einem Raum mit Textilien (Vorhänge, Teppich, Sofa), nicht im Bad oder im leeren Flur.

3. Die Stabilität

Ein wackelndes Video ermüdet. Du brauchst keinen Gimbal: Das Handy an einen Bücherstapel zu lehnen löst 90% der Fälle.

4. Der Schnitt

Leerlauf rausschneiden, Untertitel setzen, Tempo halten. Geht kostenlos mit CapCut und bringt mehr als jeder Kauf.

Das Set für 0 Euro

Alles, was du brauchst, hast du wahrscheinlich schon:

  • Das Handy, mit der Rückkamera (besser als die Frontkamera) und Aufnahme in 1080p bei 30 Bildern pro Sekunde.
  • Ein Fenster als Licht.
  • Einen Bücherstapel als Stativ.
  • Die kabelgebundenen Kopfhörer des Handys als Mikrofon, falls du die Stimme separat aufnimmst.
  • CapCut zum Schneiden, kostenlos.

Damit drehst du ein glaubwürdiges Portfolio und gewinnst die ersten Kunden. Warte nicht auf Ausrüstung, um anzufangen.

Das Set für 50 Euro

Wenn die ersten Aufträge da sind, verändern zwei Anschaffungen das Ergebnis wirklich:

  • Ein Handystativ mit Fernauslöser (etwa 25 Euro). Es macht die Hände frei, sorgt für gleichbleibende Bildausschnitte und erspart dir, alles neu zu drehen, weil das Handy verrutscht ist.
  • Ein kabelgebundenes Ansteckmikrofon (etwa 20 Euro). Es wird am Shirt befestigt und verwandelt den Ton. Das ist die Anschaffung mit dem besten Verhältnis von Preis zu Wirkung.

Für 50 Euro wechselst du von "schnell nebenbei gedreht" zu "gedreht von jemandem, der weiß, was er tut".

Das Set für 150 Euro

Erst dann sinnvoll, wenn UGC zur regelmäßigen Tätigkeit wird:

  • Ein LED-Panel mit Stativ (etwa 60 Euro). Es macht dich vom Tageslicht unabhängig und erlaubt Drehs am Abend, was bei Deadlines entscheidend ist.
  • Ein kabelloses Ansteckmikrofon (etwa 60 Euro). Es lässt dich bewegen, unverzichtbar für Formate, in denen du läufst oder kochst.
  • Ein paar Hintergründe oder Requisiten (etwa 30 Euro). Damit variierst du die Umgebung, ohne umzuziehen.

Darüber hinaus kaufst du keine Conversion mehr, sondern Komfort.

Anschaffungen, die du dir am Anfang sparst

  • Das riesige Ringlicht von vorn. Es erzeugt einen kreisrunden Reflex in den Augen, der sofort als gesponserter Inhalt gelesen wird, also genau das Gegenteil deines Ziels.
  • Eine Spiegelreflex- oder Systemkamera. Zu kinoartiges Bild: Der authentische Effekt geht verloren und der Arbeitsablauf wird komplizierter.
  • Kostenpflichtige Schnittsoftware. CapCut deckt alles ab, was du für Hochformat brauchst.
  • Farbige Effektlichter. Sehen trendig aus, setzen ein Produkt aber selten gut in Szene.

Die Einstellungen, die du einmal festlegst

  • Format 9:16 hochkant, immer, außer das Briefing verlangt etwas anderes.
  • 1080p bei 30 Bildern pro Sekunde: ausreichend, und die Dateien bleiben leicht zu liefern.
  • Raster aktiviert, um den Bildausschnitt auszurichten.
  • Fokus und Belichtung sperren (langes Tippen auf den Bildschirm), damit die Helligkeit nicht mitten in der Aufnahme springt.
  • Flugmodus während der Aufnahme, damit keine Benachrichtigung einen guten Take zerstört.

Und danach

Nicht die Ausrüstung ist der Engpass, sondern das Portfolio. Dreh drei oder vier Videos mit Produkten, die du bereits besitzt, schneide sie sauber und zeig sie her. Die vollständige Methode steht in unserem Leitfaden dazu, wie du UGC-Creator wirst.

Auf UGC MATCH legst du ein kostenloses Profil an, veröffentlichst deine Pakete zu deinem Preis und bekommst Aufträge mit bereits abgesicherter Zahlung, ohne Abo.

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Häufige Fragen

Braucht man eine Profikamera für UGC?

Nein, und oft ist sie kontraproduktiv. Ein zu kinoartiges Bild verliert genau den authentischen Effekt, den Marken kaufen.

Was ist die nützlichste Anschaffung bei minimalem Budget?

Ein kabelgebundenes Ansteckmikrofon für rund 20 Euro. Schlechter Ton ist der häufigste Grund, warum ein Video weggeklickt wird.

Front- oder Rückkamera?

Die Rückkamera, sie ist deutlich schärfer. Nutze ein Stativ und einen Fernauslöser, um dich ohne Blick auf den Bildschirm zu positionieren.

Womit schneiden?

CapCut, kostenlos, deckt Schnitt, automatische Untertitel und Export im Hochformat ab.