Die USA sind der größte UGC-Markt der Welt, mit den höchsten Honoraren und der konstantesten Nachfrage. Hier steht, wie er funktioniert, was administrativ nötig ist und welche Honorare in Dollar real sind.

Warum der Markt so groß ist

Drei Faktoren. Das Werbevolumen auf Meta und TikTok ist gewaltig, der Kreationsverbrauch also dauerhaft. US-Onlineshops produzieren im industriellen Takt und bestellen Dutzende Videos im Monat. Und Englisch öffnet den Markt für Creator weltweit, was die Konkurrenz erhöht, aber auch die Zahl erreichbarer Kunden.

Wer bucht

Wer buchtWas sie bestellen
DTC- und Ecommerce-MarkenDie aktivste Kategorie, mit wiederkehrenden Monatsbudgets.
Performance-Marketing-AgenturenDie für Kunden in Paketen einkaufen.
Apps und SoftwareFür Demo-Videos und Testimonials.
Marktplätze und HändlerDie Produktvideos in Menge brauchen.

Die realen Honorare

  • Einfaches Testimonial, Einsteiger: 80 bis 150 Dollar.
  • Testimonial, Creator mit Portfolio: 150 bis 300 Dollar.
  • Unboxing oder Demo: 100 bis 250 Dollar.
  • Geskriptetes Format: 250 bis 500 Dollar.
  • Paket mit drei Videos: 300 bis 800 Dollar.

Werberechte werden separat berechnet, meist 50 bis 200 Dollar pro Video und Plattform. Die Honorare liegen über Europa, die Konkurrenz aber auch.

Die administrative Seite

Wer in den USA arbeitet, ist meist sole proprietor, also Einzelunternehmer, und übermittelt dem Kunden ein Steuerformular. Marken verlangen es in der Regel vor der ersten Zahlung und stellen ab einer bestimmten Zahlungsschwelle eine Jahresbescheinigung aus.

Wenn du außerhalb der USA sitzt und für US-Kunden arbeitest, läuft es anders: Die Marke verlangt das für ausländische Auftragnehmer vorgesehene Formular, und die Zahlung erfolgt ohne Quellensteuerabzug, wenn dein Land ein Doppelbesteuerungsabkommen hat. Informier dich vor dem ersten Auftrag, nicht danach.

Was du sprachlich mitbringst

Natürliches Englisch, mit einem für den Zielmarkt akzeptablen Akzent. US-Marken bevorzugen amerikanisches Englisch, ein leichter europäischer Akzent wird aber oft akzeptiert, besonders bei Formaten ohne Gesicht oder in Kategorien, in denen es keine Rolle spielt.

Wie du anfängst

  1. Dreh drei oder vier Mustervideos auf Englisch.
  2. Bereite die steuerlichen Unterlagen deines Wohnsitzlandes vor.
  3. Leg ein Profil mit Dollarpreisen und genannter Sprache an.
  4. Berechne Werberechte immer separat.
  5. Ziel zuerst auf kleine und mittlere Marken, sie sind reaktionsschneller.

Auf UGC MATCH ist das Profil kostenlos, die Zahlung wird bei der Bestellung reserviert und nach freigegebener Lieferung ausgezahlt, und du behältst 90% des Preises.

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Häufige Fragen

Muss man in den USA leben?

Nein, viele Creator arbeiten aus dem Ausland für US-Marken. Es zählen Sprache und handhabbare Zeitzone.

Wie viel verdient man?

80 bis 300 Dollar pro Video je nach Erfahrung und Format, Rechte separat.

Braucht man ein Steuerformular?

Ja. Marken verlangen es vor der ersten Zahlung, mit unterschiedlichen Verfahren für Ansässige und Nichtansässige.

Ist der Akzent ein Problem?

Kommt aufs Format an. Bei einem Kamera-Testimonial zählt er, bei einem Format ohne Gesicht deutlich weniger.