Mit UGC in Spanien zu beginnen verlangt kein Publikum und keine teure Technik, aber es verlangt Form. Marken arbeiten hier mit Rechnungen, Zahlungsfristen und Zulieferung, und wer das im ersten Monat versteht, kommt viel schneller voran als jemand, der nur gut dreht.
Schritt 1: versteh, was du verkaufst
Du verkaufst nicht dein Profil. Du verkaufst Videodateien, die die Marke auf ihren Kanälen, auf ihrer Produktseite und vor allem in bezahlter Werbung nutzt. Deshalb zählt die Followerzahl wenig und zählen Ton, Licht und Skript viel.
Schritt 2: dreh deine ersten Stücke
Wart nicht auf Kundschaft. Nimm drei Produkte, die du bereits benutzt, aus einem Bereich, der dich interessiert, und dreh drei verschiedene Formate: ein dreißig Sekunden langes Testimonial, eine Anwendungsvorführung und ein kurzes Auspacken.
Vertikal, nah am Fenster, Telefon aufgestellt, Mikrofon so nah wie möglich. Schneid jede Pause heraus und setz Untertitel darunter. Das ist bereits ein Portfolio.
Schritt 3: meld dich als selbstständig an
Das ist der Schritt, der die meiste Kundschaft freischaltet. Ein Unternehmen oder eine Agentur kann dich ohne Rechnung nicht bezahlen, und in Spanien trägt diese Rechnung die Umsatzsteuer und, wenn du beruflich an ein anderes Unternehmen abrechnest, einen Einbehalt auf die Einkommensteuer.
Das ist kein Buchhaltungsdetail: Es ist der Unterschied zwischen der Arbeit mit echten Marken und dem Verbleib bei kleinen, per Bizum bezahlten Aufträgen. Wenn du anfängst, informier dich über die reduzierten Beitragsmodelle für neue Selbstständige und sprich vor der ersten großen Rechnung mit einer Steuerberatung.
Schritt 4: setz deinen Preis
In Spanien liegt ein einzelnes Video bei achtzig bis hundertfünfzig Euro am Anfang und bei hundertfünfzig bis dreihundert mit solidem Portfolio. Pakete aus drei bis fünf Videos gehen zwischen dreihundertfünfzig und neunhundert Euro.
Rechte für bezahlte Medien, Exklusivität und Whitelisting werden getrennt abgerechnet und legen meist dreißig bis hundert Prozent auf den Grundpreis. Denk daran, dass das Eingenommene nicht das Abgerechnete ist: Die Umsatzsteuer gehört dir nicht, und den Einbehalt führt die Kundschaft ans Finanzamt ab.
Schritt 5: gewinn die erste Kundschaft
Schreib Marken an, deren Produkt du wirklich benutzt. Kurze Nachricht, zwei Beispiele im Anhang, klarer Preis, Liefertermin. Kleine Onlinehandelsmarken antworten schnell, weil sie jeden Monat frische Kreation brauchen.
Parallel dazu geh dorthin, wo Marken suchen. Ein Profil auf einem UGC-Marktplatz mit deiner Nische, deinen Sprachen und deinen Preisen macht dich für nationale und internationale Marken auffindbar, die deinem Instagram nie begegnen würden.
Schritt 6: von Einzelaufträgen zu wiederkehrender Kundschaft
Liefer pünktlich, schick zwei Aufhängervarianten statt einer, und schlag ein Monatspaket vor. Eine Marke, die zehn Kreationen im Monat verbraucht, zieht eine stabile Zulieferung einem gelegentlichen Genie vor.
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Quellen
- Agencia Tributaria, Spanish tax authority
- Spanish Social Security, self-employed registration (RETA)
Geprüft am 27. August 2026. Grenzen und Sätze ändern sich: Weichen dieser Leitfaden und die offizielle Quelle voneinander ab, gilt die offizielle Quelle.



