UGC steht für "user generated content", also nutzergenerierte Inhalte. Im heutigen Marketing bedeutet das konkret: ein Video, das eine echte Person mit dem Handy dreht, in dem sie ein Produkt zeigt und darüber spricht, wie es eine Freundin oder ein Freund tun würde, und das die Marke anschließend auf ihren eigenen Kanälen postet oder als Anzeige schaltet. Es ist keine zufällige, spontane Bewertung im Netz, sondern ein beauftragter und bezahlter Inhalt, der authentisch wirkt, weil die Form es ist, auch wenn die Arbeit dahinter professionell ist.
Warum Marken UGC kaufen
Der Grund ist simpel: Im Feed von TikTok oder Instagram wird ein hochglanzpoliertes Werbevideo in den ersten zwei Sekunden als Werbung erkannt und weggewischt. Ein Video, das in einer Küche bei Tageslicht mit normaler Stimme gedreht wurde, wird angesehen, weil es aussieht wie der Rest des Feeds. Die Kosten pro Neukunde profitieren davon direkt.
Es gibt drei konkrete Vorteile:
Kosten
Ein UGC-Video kostet meist zwischen 80 und 200 Euro. Eine Studioproduktion beginnt im vierstelligen Bereich. Beim gleichen Budget bekommst du zehnmal so viel Material zum Testen.
Menge und Vielfalt
Performance-Werbung lebt von Tests. Mit zehn Videos von zehn verschiedenen Creatorn testest du zehn Aufhänger, zehn Gesichter, zehn Blickwinkel und behältst, was konvertiert.
Eigentum
Wenn die Rechte sauber geregelt sind, gehört dir die Datei. Du kannst sie in Anzeigen, auf der Produktseite, in E-Mails und im Retargeting nutzen.
UGC und Influencer-Marketing sind nicht dasselbe
Häufige Verwechslung, klarer Unterschied. Ein Influencer wird für sein Publikum bezahlt: Er postet auf dem eigenen Profil, und du kaufst Sichtbarkeit bei seinen Followern. Ein UGC-Creator wird für den Inhalt bezahlt: Er dreht das Video, liefert es an dich, und du postest es. Die Followerzahl eines UGC-Creators ist fast irrelevant, entscheidend ist, ob er natürlich vor der Kamera wirkt und sauber filmt.
Für alle, die einsteigen wollen, ändert dieser Unterschied alles: UGC funktioniert mit null Followern, Influencer-Arbeit nicht.
Die Formate, die wirklich funktionieren
Nicht jedes UGC-Video ist gleich. Fünf Formate fragen Marken am häufigsten nach:
- Das Testimonial. Eine Person spricht in die Kamera über das Problem, das sie hatte, und wie das Produkt es gelöst hat. Meistverkauftes Format und am einfachsten gut umzusetzen.
- Das Unboxing. Paket öffnen, erster Kontakt mit dem Produkt, Reaktion. Funktioniert gut für Ecommerce und physische Produkte mit ansprechender Verpackung.
- Die Demo. Das Produkt wird Schritt für Schritt in Anwendung gezeigt. Unverzichtbar für alles, was ein Foto nicht erklärt.
- Die geskriptete Problem-Lösung-Szene. Eine kleine Szene: erst der Frust, dann das Produkt. Das Format, das als bezahlte Anzeige am besten trägt.
- Die Lifestyle-Integration. Das Produkt taucht in einer echten Routine auf, ohne expliziten Verkaufstext.
Dazu kommen UGC-Fotos, günstiger und nützlich für Produktseiten und Karussells.
Was es kostet
Die realen Spannen liegen 2026 zwischen 50 und 400 Euro pro Video. Ein Einsteiger mit einem einfachen Testimonial liegt bei 50 bis 120 Euro. Ein erfahrener Creator mit Portfolio und Ergebnissen bei 120 bis 250. Geskriptete Formate mit mehreren Szenen gehen Richtung 350 Euro.
Separat davon stehen die Werberechte, und das ist der Posten, den Marken beim Budget vergessen. Ein Video zu kaufen heißt nicht automatisch, es als bezahlte Anzeige schalten zu dürfen: Diese Lizenz wird verhandelt und bezahlt, oft mit 30 bis 150 Euro pro Video und Plattform. Alle Details stehen in unserem Leitfaden dazu, was ein UGC-Video kostet.
Nutzungsrechte: der Teil, den man nicht improvisiert
Drei Fragen, die vor der Bestellung geklärt gehören, nie danach:
- Organische Nutzung oder auch bezahlte Werbung? Zwei verschiedene Dinge und zwei verschiedene Preise.
- Für wie lange? Viele Standardlizenzen laufen sechs oder zwölf Monate. Unbefristete Nutzung kostet mehr.
- In welchen Ländern und auf welchen Plattformen? Ein Video für den deutschen Markt und eines für fünf Länder haben nicht denselben Wert.
Das vor der Lieferung schriftlich zu fixieren verhindert den Klassiker: Das Video läuft gut, du willst es als Anzeige pushen, und musst aus einer schwachen Position nachverhandeln.
Wie du an UGC kommst
Drei Wege mit unterschiedlichen Kompromissen:
| Weg | Was er bedeutet |
|---|---|
| Eine Agentur | Übernimmt alles, schlägt aber deutlich auf und verlangt oft Mindestvolumen. |
| Die Suche per Hand auf Social Media | Kostet nichts, ist aber langsam, und du trägst das Zahlungsrisiko allein. |
| Ein Marktplatz | Zeigt dir Profile, Pakete und Preise offen, mit einer Zahlung, die zurückgehalten wird, bis du das Video freigibst. |
Die ausführliche Abwägung zwischen den drei Optionen steht in UGC-Creator finden und buchen.
Womit du anfängst
Wenn es deine erste Kampagne ist: Bestelle bei zwei oder drei verschiedenen Creatorn, mit klarem Briefing und jeweils leicht anderem Blickwinkel, statt alles auf ein einziges Video zu setzen. Vergleiche die Ergebnisse gegen dein Briefing, nicht untereinander, und bestelle erneut bei denen, die geliefert haben. Das ist der schnellste Weg herauszufinden, welcher Aufhänger für dein Produkt funktioniert.
Auf UGC MATCH veröffentlicht jeder Creator eigene Pakete mit Preis und Lieferzeit im Klartext, die Zahlung bleibt über Stripe abgesichert, bis du freigibst, und die Plattform behält 6% Servicegebühr für die Marke und 10% Provision für den Creator auf abgeschlossene Bestellungen, ohne Abo.
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- Was kostet ein UGC-Creator 2026?
- UGC: der komplette Leitfaden für Marken (2026)
- Was ist ein Testimonial-Video?
- Was ist ein UGC-Creator? (2026)
Veröffentliche dein erstes Briefing auf UGC MATCH →
Häufige Fragen
Ist UGC dasselbe wie eine Kundenbewertung?
Nein. Eine Bewertung ist spontan und unbezahlt. Das UGC, von dem im Marketing die Rede ist, ist ein bei einem Creator beauftragter Inhalt mit Briefing und definierten Nutzungsrechten.
Braucht man Follower für UGC?
Nein, und das ist der Hauptunterschied zur Influencer-Arbeit. Die Marke kauft das Video, nicht dein Publikum.
Wie viele Videos braucht man für den Start?
Drei bis fünf von verschiedenen Creatorn, um Blickwinkel und Gesichter zu testen. Ein einzelnes Video reicht nicht, um zu erkennen, was konvertiert.
Darf ich ein UGC-Video als bezahlte Anzeige nutzen?
Nur wenn du diese Rechte gekauft hast. Der Grundpreis deckt meist nur das organische Posten auf deinen eigenen Kanälen ab.



