Ein Laden fragt, ob dein Video auf dem Bildschirm im Schaufenster laufen kann. Das klingt nach einer kostenlosen Zusatznutzung von etwas, das es schon gibt.
Es ist ein anderes Medium im selben Dateikleid. Drei Dinge stimmen auf diesem Bildschirm und stimmen auf keiner Plattform, für die du sonst lieferst.
Was der Ort wegnimmt
Niemand hat sich fürs Zusehen entschieden
Am Handy hat die Zuschauerin zugestimmt, und sei es nur, indem sie nicht weitergescrollt hat. Im Schaufenster ist sie auf dem Weg woandershin und das Video steht ihr im Weg.
Das heißt, das erste Bild muss als Plakat funktionieren. Wenn dein Einstieg eine Person ist, die gleich etwas sagen wird, zeigt der Bildschirm das Gesicht einer Fremden, die zwei Sekunden lang nichts tut, und mehr gibt ihr niemand.
Niemand kann zurückspringen
Kein Zurückspulen, keine Wiederholung auf Wunsch. Alles, was nur nach dem vorherigen Teil Sinn ergibt, ist verloren, denn die meisten steigen mittendrin ein.
Bau es so, dass ein Einstieg in jeder Sekunde trotzdem Produkt und Grund hinterlässt. In der Praxis heißt das, die Kernaussage wiederholt sich, was falsch wirkt, wenn man fürs Feed schneidet, und hier richtig ist.
Niemand hört etwas
Ladenbildschirme laufen stumm, oder sie laufen in einem Raum, in dem schon Musik spielt. Ein Video, dessen Sinn im Off-Text liegt, wird zu einer Person, die Passanten lautlos anspricht.
Brenn die Untertitel ein, statt eine Datei mitzuliefern, halte sie groß genug, um vom Gehweg lesbar zu sein, und sieh dir den Schnitt vor der Lieferung ohne Ton an. Dieser letzte Schritt kostet eine Minute und fängt fast das ganze Problem ab.
| Einschränkung | Was sie kaputt macht | Die Lösung im Schnitt |
|---|---|---|
| Kein freiwilliges Publikum | Ein langsamer Einstieg | Erstes Bild liest sich als Plakat |
| Kein Zurückspringen | Eine einzige Auflösung am Ende | Produkt und Grund wiederholen |
| Kein Ton | Alles, was die Stimme trägt | Eingebrannte, große Untertitel |
| Läuft den ganzen Tag in Schleife | Ein hartes Ende | Auf einem stehenden Bild enden |
Die letzte Zeile wird vergessen. Eine Datei, die mit einem harten Schnitt auf Schwarz endet, blitzt im Schaufenster alle neunzig Sekunden, den ganzen Tag. Ein gehaltenes Schlussbild macht die Schleife unsichtbar.
Der Teil, der nicht technisch ist
Das ist eine Nutzung, und sie steht meist nicht in dem, was ihr vereinbart habt.
Eine Freigabe für Social deckt keinen Bildschirm in einem Geschäftsraum, und eine Marke, die beiläufig fragt, ist nicht raffiniert, sie hat den Bildschirm bloß nicht als Medium gedacht. Sag Ja und nimm es mit einer Laufzeit in die Nutzungsbedingungen auf, so wie du es bei bezahlter Werbung tätest.
Es lohnt sich außerdem, den eigenen Export zu berechnen, statt den Social-Schnitt herüberzureichen. In Portugal zeigen viele dieser Bildschirme auf eine belebte Straße in einem Ort, in dem Laufkundschaft das ganze Geschäft ist, also leistet die Fassung für dieses Schaufenster echte Arbeit und darf so kalkuliert werden.
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Häufige Fragen
Kann ich einfach dieselbe Datei schicken?
Kannst du, und sie wird schwach laufen, aus Gründen, die der Laden nie herausfinden wird. Ein eigener Export sind zehn Minuten Arbeit.
Welches Format brauchen sie?
Frag vor dem Export, denn Ladenbildschirme sind oft hochkant, manchmal quadratisch und gelegentlich in einer merkwürdigen Größe, die niemand vereinheitlicht hat. Ein Fehler hier bedeutet schwarze Balken im Schaufenster.
Sollte das Video kürzer sein?
Meistens, und in Schleife. Etwas, das sich alle zwanzig bis dreißig Sekunden wiederholt, passt besser zu Vorbeigehenden als ein einzelnes langes Stück.