Das Media-Kit eines UGC-Creators gleicht dem eines Influencers in nichts. Es trägt keine Reichweite, keine Einblendungen, keine Publikumsdiagramme. Es trägt das Einzige, was eine Marke zur Entscheidung braucht: was du filmst, wie es aussieht und was es kostet.

Nur eine Seite

Wird es länger als eine Seite, wird es nicht gelesen. Die Kundschaft öffnet die Datei zwischen zwei Terminen am Telefon und entscheidet in zwanzig Sekunden.

Alles, was dieser Entscheidung nicht hilft, ist überflüssig.

Was hineingehört

  • Dein Name und eine Positionierungszeile. "UGC-Creator für Tourismus und Kaffee, Guanacaste." Nicht "leidenschaftlich für Inhalte".
  • Deine Nischen. Zwei oder drei, nicht zehn.
  • Deine Sprachen. Das ist in Costa Rica die wichtigste Angabe. Filmst du auf Spanisch und Englisch, setz es ganz nach oben, fett.
  • Vier Standbilder deiner besten Stücke, jedes mit direktem Link zum Video.
  • Was du lieferst. Formate, Längen, Zahl der Aufhänger, Untertitelfassungen.
  • Deine übliche Lieferzeit. "Lieferung in fünf Werktagen" ist mehr wert als jedes Adjektiv.
  • Deine Sätze, in Dollar.

Warum Sprachen ausländische Kundschaft schließen

Ein Hotel mit amerikanischen Gästen, eine exportierende Kaffeemarke oder ein Unternehmen in der Freizone sucht nicht die kreativste Person. Sie suchen jemanden, der das Stück auf Englisch liefert, ohne dass es übersetzt klingt.

Diese Angabe, in die erste Zeile gesetzt, trennt dich sofort von den meisten Profilen, die dort eingehen.

Warum Preise alles beschleunigen

Der klassische Einwand lautet, Preise zu zeigen lasse keinen Verhandlungsspielraum. In der Praxis passiert das Gegenteil: Es filtert alle ohne Budget heraus und zieht die mit Budget an.

In Dollar, mit einer Notiz dazu, ob der Preis Steuern enthält und was die Nutzungslizenz abdeckt.

Was rausfliegt

Followerzahlen. Statistiken deines privaten Kontos. Sätze über deine Leidenschaft. Urlaubsfotos von dir, wie schön auch immer. Und jede überladene Vorlage, in der der Text mit dem Design konkurriert.

Das praktische Format

Ein PDF-Dokument plus ein Link zu einem Ordner mit den Videos. Der Link zählt mehr als die Datei: Niemand bucht nach Standbildern.

Hast du ein Profil auf einem UGC-Marktplatz, kann dieser Link das ganze Media-Kit ersetzen, denn er zeigt Nischen, Sprachen, Sätze und Stücke bereits an einem Ort.

Aktualisier es alle drei Monate

Nimm ein altes Stück raus, setz ein neues rein. Heb den Preis, wenn das Portfolio es rechtfertigt. Ein Media-Kit, das sich ein Jahr lang nicht verändert hat, signalisiert einen Creator, der sich ebenfalls nicht verändert hat.

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