Von UGC in Spanien zu leben ist möglich, aber die Rechnung macht man nicht mit Begeisterung, sondern in einer Tabelle. Und es gibt eine Zahl, die am Anfang fast niemand einrechnet.

Die Rechnung, die fast alle falsch machen

Rechne aus, wie viel du im Monat zum Leben brauchst. Addier dann den Selbstständigenbeitrag, die Einkommensteuer, die du später abführen musst, und ein Polster für ruhige Monate.

Diese Kombination legt meist dreißig bis vierzig Prozent auf die Ausgangszahl. Wenn du fünfzehnhundert Euro netto brauchst, liegt dein echtes Umsatzziel bei etwa zweitausend.

Bei einem Durchschnittspreis von zweihundert Euro je Video sind das zehn Stücke im Monat. Sie zu produzieren ist nicht das Problem; sie jeden Monat zu verkaufen schon.

Die Regel der wiederkehrenden Kundschaft

Wer davon lebt, hat nicht zehn verschiedene Auftraggeber im Monat. Er hat drei oder vier, die je zwei oder drei Stücke nehmen.

Das ist die eigentliche Schwelle: drei oder vier wiederkehrende Auftraggeber in einem Monatspaket. Damit ist die Grundlast gedeckt, und Einzelaufträge werden Gewinn statt Überleben.

Wann du noch nicht kündigst

  • Wenn du nicht mindestens drei Monatsausgaben zurückgelegt hast.
  • Wenn dein UGC-Einkommen deine Untergrenze nicht drei Monate in Folge gedeckt hat.
  • Wenn mehr als die Hälfte deines Umsatzes von einer Kundschaft kommt.
  • Wenn du nie einen schlechten Monat hattest. Du wirst einen haben, und besser mit Gehaltszettel.

In Spanien ist der gesunde Weg meist hybrid: Behalt die Stelle, produzier abends und am Wochenende, und meld dich an, wenn das Nebeneinkommen ein Quartal lang dem Gehalt entspricht.

Das Detail mit dem Beitrag

Die ersten Monate als selbstständige Person bringen meist einen reduzierten Beitrag, was den Start leichter aussehen lässt, als er später ist. Rechne deine Tragfähigkeit mit dem vollen Beitrag, nicht mit dem ermäßigten.

Dieser Fehler erklärt einen guten Teil derer, die nach achtzehn Monaten aufhören.

Die ruhigen Monate, die es gibt

Der August ist in Spanien langsam. Der Januar auch, bis die Kampagnen starten. Der Dezember dagegen ist meist stark, weil Marken für Weihnachten und den Schlussverkauf produzieren.

Danach zu planen heißt, im Oktober und November Pakete zu verkaufen, statt im Januar auf das Klingeln des Telefons zu warten.

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