Deutsche Marken briefen zu genau. Das ist die häufigste Ursache für UGC-Videos, die technisch korrekt sind und trotzdem niemand zu Ende sieht. Je vollständiger das Skript, desto mehr klingt der Creator wie eine vorlesende Person und desto weniger wie ein Kunde.

Die sieben Zeilen eines brauchbaren Briefings

Briefing-AbschnittWas hineingehört
1. Produkt und NutzenIn einem Satz, so wie ein Kunde es sagen würde.
2. Wer kauft esEin reales Profil, keine Persona aus dem Workshop.
3. Welches Problem es löstOhne Problem kein Video.
4. Ein bis zwei PflichtaussagenNicht acht.
5. Was nicht gesagt werden darfRechtliche Grenzen, verbotene Wirkversprechen, unzulässige Vergleiche.
6. FormatLänge, Hochformat, Untertitel, mit oder ohne Gesicht.
7. LieferungTermin, Varianten, Korrekturrunden.

Was du bewusst offen lässt

Die Formulierung. Gib das Argument, nicht den Satz. Der einzige Grund, einen Creator statt einer Produktionsfirma zu beauftragen, ist, dass er in seinen eigenen Worten spricht. Nimmst du ihm die Worte, zahlst du für UGC und bekommst einen billigen Werbespot.

Der deutsche Sonderfall: Präzision im richtigen Feld

Sei streng bei Fakten, Zahlen und Rechtlichem. Sei locker bei Sprache und Ablauf. Diese Trennung ist der ganze Trick: eine Marke, die den Wortlaut vorschreibt, aber die Wirkaussage nicht prüft, macht beides falsch herum.

Ein Satz, der jedes Video ruiniert

"Bitte natürlich wirken, aber unsere Markensprache verwenden." Beides gleichzeitig gibt es nicht. Entscheide dich vorher.

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Häufige Fragen

Wie lang darf ein Briefing sein?

Eine Seite.

Soll ich das Skript schreiben?

Nein, nur die Kernaussagen.

Wie viele Korrekturrunden?

Zwei, im Briefing festgelegt.

Was ist die wichtigste Zeile?

Was nicht gesagt werden darf.