UGC ist nicht auf Marken beschränkt, die an Endkunden verkaufen. Echte Mitarbeitende und Nutzer machen ein Unternehmen menschlich und funktionieren gut auf LinkedIn und in bezahlter B2B-Werbung, wo Unternehmenskommunikation ignoriert wird.

Warum es auch im B2B funktioniert

Eine Entscheiderin im Unternehmen ist trotzdem eine Person, die durch einen Feed scrollt. Sie reagiert auf dieselben Mechanismen: Was nach Werbung aussieht, wird weggewischt, was nach dem Bericht einer Kollegin aussieht, wird angesehen.

Dazu kommt: Der B2B-Verkaufszyklus ist lang und vertrauensbasiert. Ein Video, in dem eine Nutzerin erklärt, wie sie ein konkretes Problem gelöst hat, wiegt mehr als eine Broschüre, weil es die eigentliche Frage beantwortet: Funktioniert das wirklich für ein Unternehmen wie meins?

Die Formate, die konvertieren

FormatWas es zeigt
Das Nutzer-TestimonialEine echte Kundin beschreibt das Problem von früher und die Lage heute. Hauptformat.
Der berufsspezifische Anwendungsfall"So nutze ich es als [Rolle]": erlaubt die sofortige Identifikation des Zielsegments.
Die geführte DemoKommentierte Bildschirmaufnahme mit dem echten Arbeitsablauf.
Die erklärende MitarbeiterinEine Person aus dem Unternehmen erzählt, wie ein Teil des Produkts funktioniert. Menschlich, ohne Produktionskosten.
Das Prozess-Vorher-NachherWie es vorher lief (Tabellen, E-Mails, Chaos) und wie es jetzt läuft.
Die Antwort auf den Einwand"Ich dachte, die Einführung sei zu aufwendig, und so lief es wirklich."

Wie du im B2B briefst

Nenn die Zielrolle

Ein Video für eine Finanzchefin spricht anders als eines für eine Betriebsleiterin. Das entscheidendste Kriterium.

Gib konkrete Zahlen und prüf sie

Im B2B schwächt eine vage Zahl, eine präzise und überprüfbare stärkt.

Verlange die Branchensprache, aber ohne übertriebenen Fachjargon. Das Video muss für eine nicht spezialisierte Entscheiderin verständlich bleiben.

Hol die Freigaben ein

Wenn eine Kundin im Video zu sehen ist, braucht es die formale Zustimmung ihres Unternehmens, nicht nur der Person. Dieser Schritt bremst B2B-Projekte am stärksten: plan ihn in die Frist ein.

Professioneller, aber nicht steifer Ton

Der häufige Fehler ist der Rückfall in Unternehmenssprache, was den Vorteil von UGC aufhebt.

Wo du sie einsetzt

  • LinkedIn, organisch und bezahlt: Hochformat funktioniert dort zunehmend besser.
  • Bezahlte B2B-Werbung auf Meta, wo die Kosten pro Kontakt niedrig bleiben.
  • Landingpages und Angebote: ein Nutzervideo weit oben hebt die Conversion.
  • Akquise- und Reaktivierungs-E-Mails.

Volumen

Zwei bis vier Videos im Monat, weniger als im B2C, weil der Zyklus länger ist und dieselbe Kreation länger relevant bleibt. Setz stattdessen auf Vielfalt der dargestellten Rollen und Branchen.

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Häufige Fragen

Funktioniert UGC auf LinkedIn?

Ja, und zunehmend besser: authentisches Hochformat schlägt Unternehmenskommunikation.

Braucht man echte Kunden?

Ideal, aber Mitarbeitende und interne Nutzer funktionieren ebenfalls sehr gut.

Braucht es eine formale Freigabe?

Ja, wenn eine Kundin oder ein Mitarbeitender zu sehen ist. Plan sie in die Frist ein.

Wie viele Videos pro Monat?

Zwei bis vier, mit wechselnden Rollen und Branchen.