Zu wissen, ob dein UGC funktioniert, braucht kein kompliziertes Werkzeug, sondern die passende Kennzahl zum passenden Ziel und eine lesbare Teststruktur. Hier steht, was du misst, wie du Ergebnisse zuordnest und wie du skalierst, was funktioniert.

Vor dem Messen: das Ziel festlegen

Drei Ziele, drei Kennzahlen. Das ist der häufigste Fehler: ein Bekanntheitsvideo mit Conversion-Kennzahlen bewerten.

  • Bekanntheit: Tausenderkontaktpreis, Sehrate nach 3 Sekunden, Abschlussrate.
  • Erwägung: Klickrate, Kosten pro Klick, Verweildauer auf der Produktseite.
  • Conversion: Kosten pro Neukunde, Werbeumsatzverhältnis, Conversion-Rate nach dem Klick.

Die Kennzahlen, die in Kampagnen zählen

Die Sehrate nach 3 Sekunden

Die Sehrate nach 3 Sekunden misst die Kraft des Aufhängers. Ist sie niedrig, liegt das Problem am Einstieg, nicht am Produkt oder an der Seite.

Die Abschlussrate

Die Abschlussrate zeigt, ob das Video bis zum Ende trägt. Ein deutlicher Abfall in der Mitte weist auf einen Teil hin, der raus muss.

Die Kosten pro Neukunde

Die Kosten pro Neukunde sind der letzte Richter bei Conversion. Sie gehören zwischen Kreationen verglichen, nicht absolut.

Das Werbeumsatzverhältnis

Das Werbeumsatzverhältnis zählt, sobald das Volumen für stabile Daten reicht.

Die Frequenz

Die Frequenz warnt, wenn Kreation ermüdet: Steigt sie, während die Kosten pro Neukunde schlechter werden, braucht es neues Material.

Wie du Ergebnisse dem UGC zuordnest

Es braucht kein komplexes System:

  • Ein Video pro Anzeigengruppe, damit jede Kreation eigene Daten hat.
  • Klare Namenskonvention: Creator, Format, Aufhänger, Datum. Zum Beispiel "maria-testimonial-ergebnisaufhaenger-0903".
  • Gleiches Budget und gleiche Zielgruppe für alle Videos im Test.
  • Keine Änderungen während des Tests. Budget mitten im Lauf zu ändern macht die Daten unlesbar.

Damit weißt du nach wenigen Tagen, welcher Creator, welches Format und welcher Aufhänger geliefert haben.

Die Teststruktur

  1. Drei bis fünf Videos verschiedener Creator, unterschiedliche Blickwinkel.
  2. Gleiches Budget, breite Zielgruppe, laufen lassen, bis die Daten reichen.
  3. Verlierer abschalten.
  4. Drei Varianten des Gewinners produzieren, bei denen nur der Aufhänger wechselt.
  5. Monatlich wiederholen.

Leistung entsteht aus Iteration. Eine Marke, die fünfzehn Kreationen im Monat testet, findet fast immer bessere Ergebnisse als eine, die zwei sehr aufwendige produziert.

Wann ein Video "gescheitert" ist

Vorsicht vor voreiligen Schlüssen. Drei verschiedene Fälle:

  • Schwacher Aufhänger, guter Rest: den Hauptteil mit neuem Einstieg weiterverwenden.
  • Guter Aufhänger, sofortiger Abfall danach: Das Versprechen wird in den nächsten Sekunden nicht eingelöst.
  • Gute Videokennzahlen, keine Conversion: Nicht das Video ist das Problem, sondern die Zielseite oder das Angebot.

Was du außerhalb von Werbung misst

UGC nützt nicht nur in Kampagnen. Auf der Produktseite misst du die Conversion mit und ohne Video. In E-Mails die Klickrate auf das Videovorschaubild. Im Retargeting die Kosten pro Neukunde gegenüber einer statischen Kreation.

Zum nötigen Produktionsvolumen lies wie viele UGC-Videos pro Monat.

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Häufige Fragen

Wie lange lässt man einen Test laufen?

Lang genug, dass jede Kreation ein stabiles Impressionsvolumen erreicht, meist drei bis sieben Tage.

Wie viele Videos braucht ein valider Test?

Mindestens drei von verschiedenen Creatorn, damit es etwas zu vergleichen gibt.

Wie erkenne ich, ob Video oder Seite das Problem ist?

Wenn die Klickrate gut ist, die Conversion aber niedrig, liegt das Problem nach dem Klick.

Kann man nach einem einzigen Video urteilen?

Nein. Ein isoliertes Video sagt nicht, ob das Format funktioniert, sondern nur, wie dieses eine Video lief.