In Deutschland zu drehen heißt meist: hohe Räume im Altbau, Rollläden und ein Winter, in dem das Tageslicht um halb vier endet. Drei Bedingungen, die den Aufbau bestimmen.
Der Altbau und der Hall
Hohe Decken und wenig Möbel klingen großartig für die Wohnqualität und schrecklich für den Ton. Der Nachhall ist in deutschen Altbauwohnungen das häufigste Tonproblem.
Die Lösung kostet nichts: Dreh in dem Raum mit den meisten Textilien, also Schlafzimmer statt Wohnzimmer. Ein Bett, ein Teppich und Vorhänge schlucken mehr Hall als jede Software ihn entfernen kann.
Die Rollläden
Fast überall vorhanden, und sie erzeugen entweder hartes Streiflicht oder Streifen im Gesicht. Ganz hoch und mit einem hellen Vorhang streuen, oder ganz runter und Kunstlicht nutzen. Der Mittelweg ist die schlechteste Wahl.
Der Winter
Von November bis Februar sind nur wenige Stunden Tageslicht wirklich nutzbar, und der Himmel ist häufig bedeckt. Wer im Winter regelmäßig liefert, kommt um ein LED-Panel nicht herum: rund 60 Euro, vor dir aufgestellt und leicht erhöht, macht dich unabhängig von der Uhrzeit.
Das ist in Deutschland der einzige Ausrüstungskauf, den ich vor dem zwanzigsten Video empfehlen würde.
Die Ecke, die immer funktioniert
Vor dem größten Fenster, mit neutraler Wand im Rücken, im Raum mit den meisten Textilien. Einmal finden, ausmessen, für jedes Video wiederverwenden. Das spart zwanzig Minuten Aufbau pro Dreh.
Rest der Technik: Rückkamera, 1080p bei 30 Bildern, 9:16, Handy auf Augenhöhe, Fokus und Belichtung gesperrt, Flugmodus.
Zur vollständigen Methode lies UGC zu Hause drehen.
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Häufige Fragen
Warum klingt meine Wohnung hallig?
Hohe Decken und harte Flächen. Dreh im Raum mit Textilien.
Wann lohnt ein LED-Panel?
In Deutschland spätestens im ersten Winter mit regelmäßigen Aufträgen.
Rollläden halb schließen?
Nie. Ganz auf mit Vorhang oder ganz zu mit Kunstlicht.
Braucht man ein Mikrofon?
Ein Ansteckmikrofon für zwanzig Euro ist die zweite sinnvolle Anschaffung.



