Der spanische Markt für nutzergenerierte Inhalte ist schnell gewachsen und ist keine Agenturmode mehr: Er ist eine feste Budgetposition bei Marken aus Beauty, Mode, Lebensmitteln, Nahrungsergänzung und Onlinehandel. Aber er trägt eine eigene Spannung, die man vor der Preisfestlegung verstehen sollte.

Wer in Spanien UGC kauft

Digital entstandene Marken sind die beständigste Käuferschaft. Sie leben von Werbung auf Meta und TikTok, verbrauchen Kreation binnen Wochen und brauchen jeden Monat neues Material. Dahinter kommen klassische Marken, die Budget vom Fernsehen zu sozialen Medien verschoben haben, Beauty und Apothekenhautpflege, Mode, Restaurants und Praxen.

Darüber sitzen die Agenturen, in Madrid und Barcelona gebündelt, die für Spanien und für Lateinamerika produzieren. Wenn sie Varianten zum Testen brauchen, greifen sie auf eine Creator-Liste zurück, statt eine Produktion aufzusetzen.

Die Spannung mit Lateinamerika

Man muss es klar sagen: Viele spanische Marken buchen auch in Argentinien, Kolumbien oder Mexiko, wo der Preis je Video spürbar niedriger ist. Dagegen über den Preis zu konkurrieren ist ein verlorener Kampf.

Was sich nicht verlagern lässt, sind der Akzent und die lokalen Bezüge, die Möglichkeit, in einem echten Laden in Madrid oder Barcelona zu drehen, die Liefergeschwindigkeit in derselben Zeitzone und das Verständnis eines Briefings auf Spanisch aus Spanien. Das ist das Argument, das einen Satz trägt, und es gehört schriftlich in den Vorschlag, statt es der Kundschaft zu überlassen.

Was Marken tatsächlich verlangen

Vertikales Video, dreißig bis sechzig Sekunden, mit einem echten Menschen, der zur Kamera spricht. Die wiederkehrenden Formate sind das Testimonial, die Vorführung, das Auspacken, die Antwort auf einen Einwand und die Routine. Teure Produktion wird fast nie verlangt: verlangt werden ein Aufhänger, sauberer Ton und mehrere Varianten zum Testen.

Was sich in den letzten Jahren geändert hat, ist das Ziel: Immer mehr Stücke gehen in bezahlte Medien statt ins Organische. Das heißt, die Nutzungsrechte wiegen im Preis schwer, und Creator, die sie nicht getrennt abrechnen, verschenken die Hälfte des Wertes.

Was der Einstieg braucht

Drei Dinge. Ein Portfolio aus drei bis sechs Videos, die wie Anzeigen aussehen. Die Anmeldung als selbstständig, denn ein Unternehmen braucht eine Rechnung mit Umsatzsteuer und, bei beruflichen Leistungen, mit Einkommensteuereinbehalt. Und Sichtbarkeit dort, wo Marken suchen: neben der direkten Ansprache ein Profil auf einem UGC-Marktplatz mit Nische, Sprachen und Preisen.

Wohin es geht

Zwei klare Bewegungen. Erstens die Professionalisierung: Marken wiederholen mit denen, die pünktlich liefern und ordentlich abrechnen, und lassen die, die improvisieren. Zweitens die mehrsprachige Arbeit: Creator, die auf Spanisch und Englisch oder auf Katalanisch arbeiten, erreichen Kundschaft, die die anderen nie sehen.

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Quellen

Geprüft am 27. August 2026. Grenzen und Sätze ändern sich: Weichen dieser Leitfaden und die offizielle Quelle voneinander ab, gilt die offizielle Quelle.