In Brasilien endet ein Verkauf fast immer auf WhatsApp. Die Kundin sieht eine Anzeige, tippt darauf, schreibt eine Nachricht und entscheidet dort. Trotzdem produzieren die meisten Marken Video nur mit Blick auf den Feed und kommen auf WhatsApp mit einem Katalogfoto und einem Preis an.

Was sich ändert, wenn der Kanal ein Gespräch ist

Drei Dinge.

Das Video muss ohne Ton funktionieren

Viele öffnen die Nachricht in Bus und Bahn oder bei der Arbeit. Eingebrannte Untertitel hören auf, ein Detail zu sein.

Es muss kurz und konkret sein

Im Feed konkurriert ein Video um Aufmerksamkeit; auf WhatsApp beantwortet es eine Frage, die gerade gestellt wurde. Fünfzehn Sekunden, die genau dieses Modell zeigen, sind mehr wert als vierzig schöne.

Der Vertrieb muss es wiederverwenden können

Findet das Verkaufsteam das passende Video nicht in zehn Sekunden, wird es nicht genutzt.

Wo die Inhalte hingehören

KanalWas er dir bringt
Der KatalogJeder Artikel mit einem kurzen Anwendungsvideo, nicht nur einem Foto. Das ist das am wenigsten genutzte Format im Kanal.
Die vorbereitete AntwortEine Videobibliothek nach Einwand: Größe, Lieferzeit, Garantie, Vergleich mit dem günstigeren Modell.
Der StatusEr wirkt als tägliches Schaufenster für alle, die die Nummer schon gespeichert haben, und verträgt informellere Inhalte.
Gruppen und Broadcast-ListenMit Einwilligung und mit Maß: Missbrauch führt zur Sperre der Nummer.
Der After-SalesInstallation, Montage, Pflege. Das senkt Supportanrufe und Retouren.

Was die Marke organisieren muss

Einen Ordner pro Produkt, mit einem hochkanten Video von fünfzehn Sekunden, einem von dreißig und einer Fassung ohne Untertitel. Dateinamen, die der Vertrieb versteht.

Nutzungsregeln für Franchisenehmer und Händler, denn das Video wird außerhalb deiner Kontrolle zirkulieren, sobald es in den Kanal gelangt.

Einwilligung des Kontakts, bevor irgendetwas verschickt wird. Eine unverlangte Werbenachricht ist nicht nur lästig, sie ist ein Datenschutzproblem.

Die Nutzungsrechte, der vergessene Punkt

Ein Video, das für den Feed gemacht und als Verkaufsantwort auf WhatsApp genutzt wird, bleibt kommerzielle Nutzung. Das gehört in den Vertrag mit dem Creator: Umfang, Laufzeit und Kanäle, Messaging und Katalog eingeschlossen.

Dasselbe gilt für das Gesicht des Creators in Verkaufsmaterial: Ein Video, das zwei Jahre lang in Händlergruppen kursiert, ist nicht dasselbe Produkt wie ein einmal veröffentlichter Post.

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