Berlin ist der UGC-Markt mit dem größten Volumen in Deutschland: Startups, DTC-Marken, Agenturen und eine dichte Kreativszene. Die Honorare liegen unter München, dafür ist die Zahl der Anfragen höher und der Einstieg leichter.

Wer in Berlin kauft

  • Startups und DTC-Marken. Der aktivste Kundentyp: Sie werben auf Meta und TikTok und verbrauchen jeden Monat neue Kreation.
  • Agenturen. Sie kaufen für ihre Kunden, oft in Paketen, mit wiederkehrendem Bedarf. Eine Agenturbeziehung stabilisiert das Einkommen mehr als zehn Einzelaufträge.
  • Beauty, Food und Nachhaltigkeit. Berliner Marken positionieren sich häufig über Werte, was das Briefing verändert: Belege zählen mehr als Versprechen.
  • Apps und Software. Ein dichtes Ökosystem mit Bedarf an Demos und Nutzer-Testimonials.

Die üblichen Honorare

  • Einfaches Testimonial, Einsteiger: 80 bis 140 Euro.
  • Testimonial, Creator mit Portfolio: 140 bis 250 Euro.
  • Unboxing oder Demo: 100 bis 200 Euro.
  • Geskriptetes Format: 200 bis 350 Euro.
  • Paket mit drei Videos: 320 bis 620 Euro.

Werberechte werden separat berechnet, mit 40 bis 150 Euro pro Video und Plattform.

Was den Berliner Markt auszeichnet

Das Volumen ist hoch, die Preise sind es nicht

Es gibt viele Kunden, aber auch viele Creator, und Startups verhandeln härter als Konzerne. Der Weg zu besseren Honoraren führt nicht über Verhandlung, sondern über Spezialisierung: eine klare Nische und ein stimmiges Portfolio.

Die Kunden sind schnell

Kurze Fristen, direkte Kommunikation, wenig Hierarchie. Wer termintreu liefert, bekommt schnell Folgeaufträge.

Englisch ist oft nötig

Viele Berliner Teams arbeiten auf Englisch, und zahlreiche Marken verkaufen international. Wer Deutsch und Englisch dreht, verdoppelt den erreichbaren Kundenkreis ohne doppelte Arbeit.

Die Nische, die sich lohnt

Nachhaltigkeit und bewusster Konsum sind in Berlin überdurchschnittlich vertreten. Es ist eine anspruchsvolle Nische, weil Aussagen belegbar sein müssen, aber genau deshalb meiden sie viele Creator, und die Kunden bleiben lange.

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Häufige Fragen

Zahlt Berlin schlechter als München?

Im Schnitt ja, dafür gibt es deutlich mehr Anfragen und einen leichteren Einstieg.

Braucht man Englisch?

Für viele Kunden ja. Zweisprachig zu drehen ist hier der stärkste Einkommenshebel.

Wie hebt man sich ab?

Mit klarer Nische, nicht über den Preis. Der Markt hat viele Creator.

Wie viel verdient man?

80 bis 250 Euro pro Video je nach Erfahrung und Format, Rechte separat.