Ohne ordentliche Rechnung dürfen Unternehmen und Agenturen dich nicht bezahlen. Deshalb entscheidet die Anmeldung darüber, welche Kunden dich überhaupt buchen können, nicht darüber, wie gut deine Videos sind.

Gewerbe oder freiberuflich

Die erste Frage, und sie hängt davon ab, wie deine Arbeit tatsächlich aussieht. Wer im Auftrag Werbematerial nach Briefing produziert, wird in der Regel als gewerblich eingestuft und meldet ein Gewerbe an. Wer überwiegend eigenschöpferisch oder journalistisch arbeitet, kann als freiberuflich gelten.

Die Einordnung trifft nicht du allein, sondern das Finanzamt. Weil die Folgen unterschiedlich sind, ist das die eine Frage, die eine Steuerberatung vorab klären sollte, statt sie später zu korrigieren.

Die Kleinunternehmerregelung

Für den Einstieg meist der praktische Weg: Unterhalb bestimmter Umsatzgrenzen weist du keine Umsatzsteuer aus und führst keine ab. Die Rechnung trägt dafür einen entsprechenden Hinweis.

Zwei Punkte, die dabei oft übersehen werden. Erstens: Du ziehst im Gegenzug auch keine Vorsteuer aus Anschaffungen. Zweitens: Wenn deine Kunden überwiegend Unternehmen sind, ist ausgewiesene Umsatzsteuer für sie ein durchlaufender Posten, die Regelung nützt dir also weniger, als sie im Privatkundengeschäft nützen würde.

Was auf die Rechnung gehört

  • Dein vollständiger Name und deine Anschrift.
  • Name und Anschrift des Kunden.
  • Steuernummer oder Umsatzsteuer-Identifikationsnummer.
  • Fortlaufende Rechnungsnummer und Rechnungsdatum.
  • Leistungsbeschreibung und Leistungszeitpunkt.
  • Nettobetrag, Steuersatz und Steuerbetrag, oder der Hinweis auf die Kleinunternehmerregelung.
  • Zahlungsziel und Bankverbindung.

Nutzungsrechte gehören in eine eigene Zeile. Das ist kein Formalismus: Es ist die Position, die du später erhöhen willst.

Die Fehler, die teuer werden

Erst beim ersten Kunden anmelden

Die Anfrage kommt, du kannst nicht abrechnen, der Auftrag geht weiter.

Einnahmen brutto rechnen

Leg bei jedem Eingang einen festen Anteil für Steuer zurück, auf ein separates Konto.

Belege nicht sammeln

Auch in einfachen Konstellationen brauchst du eine nachvollziehbare Aufstellung von Einnahmen und Ausgaben.

Alles allein regeln wollen

Eine Steuerberatung kostet zu Beginn wenig und verhindert genau die Fehler, die später viel kosten.

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Häufige Fragen

Gewerbe oder freiberuflich?

Hängt von der konkreten Tätigkeit ab und wird vom Finanzamt eingeordnet. Vorab klären lassen.

Lohnt die Kleinunternehmerregelung?

Für den Einstieg meist ja, bei überwiegend gewerblichen Kunden weniger deutlich.

Muss ich sofort anmelden?

Für die Arbeit mit Unternehmen und Agenturen ja.

Wie viel zurücklegen?

Einen festen Anteil bei jedem Zahlungseingang. Lieber zu viel als zu wenig.

Quellen

Geprüft am 26. August 2026. Grenzen und Sätze ändern sich: Weichen dieser Leitfaden und die offizielle Quelle voneinander ab, gilt die offizielle Quelle.