Man kann als UGC-Creator Geld verdienen, ohne je vor der Kamera zu stehen. Formate ohne Gesicht sind ein realer Teil des Marktes, und in manchen Nischen bevorzugen Marken sie sogar. Hier stehen die Formate, die funktionieren, die passenden Kategorien, was du brauchst und wie du sie bepreist.

Warum Marken Videos ohne Gesicht kaufen

Drei konkrete Gründe:

  • Das Produkt ist das Motiv. Bei einem Küchenhelfer, einem Gadget, einem Haushaltsprodukt zählt die Geste, nicht wer sie ausführt.
  • Einfachere Weiterverwendung. Ein Video ohne Gesicht altert langsamer und lässt sich in mehreren Märkten und Sprachen nutzen, indem nur Voice-over oder Untertitel wechseln.
  • Weniger Bildrechte-Fragen. Keine identifizierbare Person heißt weniger Aufwand bei langen oder internationalen Nutzungen.

Die Formate, die funktionieren

FormatWas es zeigt
Hände und ProduktDie Anwendungsgeste von oben oder von der Seite, mit Voice-over. Das Referenzformat.
Das Unboxing ohne GesichtNur die Hände beim Öffnen, mit Tonreaktion und Untertiteln.
Das Schritt-für-Schritt-TutorialIdeal für Küche, Heimwerken, Kosmetik an Händen oder Haaren.
Das "befriedigende" VideoTextur, Eingießen, Reinigen, Ordnen. Auf TikTok sehr leistungsstark.
Die Produktpanorama-AufnahmeDas Produkt langsam gefilmt bei sauberem Licht, für Marken, die auf das Objekt setzen.
Voice-over auf DetailaufnahmenErzählung in der Ich-Form, ohne sich je zu zeigen.

Die besten Nischen

Besonders gut: Haushalt und Ordnung, Küche und Lebensmittel, Tierbedarf, Heimwerken und Garten, Technik und Zubehör, Schreibwaren, Reinigungsmittel. Weniger gut: Mode (Passform nötig), Fitness (Körper nötig), Make-up im Gesicht.

Was du brauchst

Nicht mehr als für klassisches UGC, eher weniger:

  • Ein Handy und eine neutrale Fläche (Holztisch, helle Arbeitsplatte).
  • Tageslicht von einem Fenster, seitlich, damit die Textur wirkt.
  • Eine Halterung für die Aufnahme von oben: ein Stativ mit Ausleger oder zwei Bücherstapel mit einem Brett darüber.
  • Ein günstiges Mikrofon fürs Voice-over, separat in einem ruhigen Raum aufgenommen.

Der Vorteil: Du kannst die Stimme beliebig oft neu aufnehmen, ohne neu zu drehen.

Wie du es bepreist

Die Honorare liegen meist nah an den klassischen Formaten, teils leicht darunter beim einfachen Unboxing, teils darüber bei aufwendigen Tutorials mit mehr Vorbereitung. Richtwerte: 60 bis 150 Euro für ein Standardvideo ohne Gesicht, mehr bei komplexem Schnitt oder vielen Einstellungen.

Verkauf dich nicht unter Wert, nur weil du nicht zu sehen bist: Dreh und Schnitt sind identisch, oft aufwendiger, weil jede Einstellung gebaut werden muss.

Wie du es im Profil zeigst

Sag es ausdrücklich. Viele Marken suchen genau dieses Format und filtern danach. Schreib in die Beschreibung "Formate ohne Gesicht" und zeig zwei bis drei Beispiele im Portfolio. Wenn du auch vor der Kamera drehst, nenn beides: Das erweitert den Kundenkreis.

Zur allgemeinen Methode lies UGC-Creator werden.

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Häufige Fragen

Verdient man ohne Gesicht weniger?

Nicht zwangsläufig. Manche Nischen zahlen genauso viel oder mehr als Kameraformate.

Braucht man eine Stimme?

Nicht immer. Manche Formate funktionieren mit Untertiteln allein, aber Voice-over erweitert den Kundenkreis.

Welche Nischen meiden?

Die, in denen Körper oder Gesicht das Motiv sind: Mode, Gesichts-Make-up, Fitness.

Wie filmt man ohne Ausrüstung von oben?

Zwei Bücherstapel und ein Glas- oder Holzbrett darüber, mit dem Handy an der Kante.