Das eigentliche Geschäft ist nicht der erste Auftrag, sondern der fünfte. Ein Kunde, der wiederkommt, kostet null Akquise, kennt deine Arbeitsweise und braucht weniger Korrekturen. Hier steht, wie Marken zurückkommen, wie du eine Monatsvereinbarung anbietest und wie du sie so baust, dass sie trägt.
Warum Stammkunden alles verändern
Bei Einzelaufträgen verbringst du die halbe Zeit mit Akquise statt mit Produktion. Mit drei Stammkunden hast du planbaren Umsatz und kannst Drehs bündeln, was die Produktionskosten pro Video senkt. Das ist der Unterschied zwischen einem wackligen Nebenverdienst und einem Beruf.
Wie eine Marke zurückkommt
Liefere vor der Frist
Ein Tag früher wiegt mehr als eine marginale Bildverbesserung. Genau daran erinnern sich Marken.
Halte dich exakt ans Briefing
Wenn du danach eine zusätzliche Idee hast, häng sie als kostenlose Variante an: kostet wenig und wirkt stark.
Liefere ein kleines, nützliches Extra
Zwei oder drei alternative Aufhänger zum selben Dreh, oder eine 15-Sekunden-Fassung zusätzlich zur 30-Sekunden-Version. Die Marke bekommt mehr Testmaterial und sieht dich als Partner, nicht als Zulieferer.
Schließ mit einem Angebot ab
Bei der Lieferung eine Zeile: "Wenn du zwei weitere Blickwinkel zu diesem Produkt testen willst, drehe ich sie bis Freitag." Genau dann ist die Marke am aufnahmebereitesten.
Wie du eine Monatsvereinbarung anbietest
Eine Monatsvereinbarung ist eine gegenseitige Zusage: Du garantierst eine Anzahl Videos, die Marke garantiert das Volumen. Einfache Struktur:
- Basis: 4 Videos im Monat, verschiedene Blickwinkel, gestaffelte Lieferung.
- Wachstum: 8 Videos im Monat, mit je zwei oder drei alternativen Aufhängern.
- Preis: 10 bis 20% unter dem Einzelpreis, im Tausch gegen Planbarkeit.
Was schriftlich gehört: Anzahl Videos, Format, Lieferzeiten, Korrekturen pro Video, Nutzungsrechte und was passiert, wenn die Marke das Volumen in einem Monat nicht ausschöpft.
Wann du es anbietest
Nicht beim ersten Auftrag. Der richtige Moment ist nach dem zweiten oder dritten, wenn du Zuverlässigkeit gezeigt hast. Eine einfache Nachricht wirkt besser als eine formelle Präsentation:
Mir ist aufgefallen, dass ihr regelmäßig Videos bestellt.
Bei Interesse reserviere ich euch 4 Videos im Monat
für [Preis] statt [Einzelpreis x 4],
mit gestaffelter Lieferung jede Woche.
So habt ihr laufend frisches Material und ich kann die Drehs planen.
Wie du den Wert pro Kunde erhöhst
- Biete zusätzliche Formate an: UGC-Fotos zusätzlich zu Videos, Kurzfassungen für Stories.
- Verkauf erweiterte Werberechte, wenn die Marke deine Videos ohnehin in Anzeigen nutzt.
- Biete Sprachfassungen an, wenn du mehrere Sprachen sprichst: Dasselbe Video in zwei Sprachen ist für eine Marke mit zwei Märkten doppelt so viel wert.
- Schlag einen Quartalsdreh vor statt verstreuter Einzelaufträge: weniger Logistik für beide.
Wie du zuverlässig bezahlt wirst
Bei einer direkten Monatsvereinbarung: Rechnung zu Monatsbeginn, nicht am Ende. Bei Kunden, die über eine Plattform bestellen: Die Zahlung ist bei jeder Bestellung von Anfang an reserviert, das Risiko entfällt. In beiden Fällen gilt: Nie eine Absprache akzeptieren, bei der du einen ganzen Monat lieferst und danach abrechnest.
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Häufige Fragen
Wie viel Rabatt bei einer Monatsvereinbarung?
10 bis 20%. Darüber trägt sich die Vereinbarung nicht mehr.
Was, wenn die Marke das Volumen nicht ausschöpft?
Vorher regeln: nicht übertragbar, oder einmalig in den Folgemonat übertragbar.
Wann eine Erhöhung ansprechen?
Nach drei bis vier Monaten Zusammenarbeit, moderat und rechtzeitig angekündigt.
Braucht es lange Verträge?
Nein. Zehn Zeilen zu Volumen, Preis, Fristen, Korrekturen und Rechten reichen.



